Schulpflege: die Kandidierenden und ihre Pläne

Vor wenigen Wochen hat das Aargauer Stimmvolk entschieden, die Schulpflegen abzuschaffen. Trotzdem gibt es mit Franziska Cekic und Hans-Jörg Sauter zwei Kandidierende für die Ersatzwahl vom 29. November (ein Sitz). Für einen fundierten Wahlentscheid haben wir die beiden zu ihrer Person, ihren Plänen und Zielen für die Schule befragt. Danke für die Antworten.

Wieso kandidieren Sie für die Schulpflege? Was motiviert Sie?

Hans-Jörg Sauter: Ich wohne seit 9 Jahren in Ennetbaden und habe zwei Töchter, 11 und 14 Jahre alt. Die ältere ist in der 2. Bezirksschule in Baden, die jüngere besucht aktuell die 6. Klasse in Ennetbaden. Ich beobachte die Entwicklung der Schule Ennetbaden seit längerem und bin überzeugt, dass die Schule Ennetbaden – gerade auch mit dem aktuellen Schulleiter – hervorragende Arbeit leistet und gut für die anstehenden Veränderungen vorbereitet ist. Ein nächster und bedeutender Entwicklungsschritt ist der Neubau des geplanten Bachtal-Schulhauses. Ich möchte diesbezüglich gerne mein berufliches Know-how einbringen.

Franziska Cekic: Ennetbaden hat eine tolle Schule. Als Mutter von drei Kindern, frühere Präsidentin der Ta­gesstrukturen Ennetbaden, ehemaliges Mitglied der Jugend- und Familienkommission und meiner beruflichen Tätigkeit in Gemeinden bin ich mit der Schule und dem Umfeld vertraut. Eine gute Schule ist mir wichtig. Ich möchte mich gerne dafür engagieren und meine Erfah­rungen einbringen.

Die Neuorganisation der Führungsstrukturen der Schule finde ich spannend. Ich habe an der letzten Abstimmung für die Abschaffung der Schulpflege gestimmt. Dafür möchte ich gerne Verantwortung übernehmen und einen Beitrag für eine gute Umsetzung leisten.

Was möchten Sie in diesem Jahr für die Schule Ennetbaden erreichen?

Franziska Cekic:

  • Einen möglichst reibungslosen Übergang in eine erfolgreiche neue Führungsstruktur der Schule.
  • Den Schulhaus Neubau unterstützen, damit die Realisierung gut und schnell erfolgen kann.

Meine Vision sind glückliche Kinder, die freudvoll lernen. Zufriedene und motivierte Lehrpersonen und Ange­stellte, zufriedene Eltern… und eine Schule mit Option «Tagesschule».

Hans-Jörg Sauter: Wie eingangs erwähnt, bin ich überzeugt von den Qualitäten der Schule Ennetbaden. Dieses Schuljahr wurde der Lehrplan 21 eingeführt, weitere Veränderungen werden folgen, namentlich die Neuorganisation der Schule im Zusammenhang mit der Abschaffung der Schulpflege. Es scheint mir wichtig, dass die Interessen und Bedürfnisse der Lehrer und Lehrerinnen, der Elternschaft und nicht zuletzt diejenige der Schüler und Schülerinnen bei diesem Übergang besondere Beachtung finden. Es geht darum, die integrative Schule zu festigen und wo möglich weiterzuentwickeln. Mein persönliches Interesse gilt der Chancengleichheit in der Schule. Die Kinder sollen ihr Potential erfahren und ihre Talente entfalten können, unabhängig von den Bedingungen ihrer Herkunft.

Wie stellen Sie sich den Übergang zum System ohne Schulpflege vor? Was darf dabei nicht vergessen werden.

Franziska Cekic: Ich stelle mir den Übergang in einer konstruktiven und lösungsorientierten Zusammenarbeit zwischen der Schulpflege, der Schulleitung, dem Gemeinderat und der Gemeindeverwaltung vor, damit der Umsetzungs­prozess möglichst glatt läuft und ein Erfolg wird.

Nicht vergessen dürfen wir dabei:

  • Das Ziel der neuen Führungsstruktur: Die Vereinfachung der Führungsstrukturen, stu­fengerechte Aufgaben und Kompetenzen.
  • Eine gute Planung der Umsetzung.
  • Genügend Ressourcen für die Bewältigung der Umsetzung und die zukünftige Leitung der Schule.
  • Die Schule soll attraktiv bleiben und den hohen Stellenwert in der Bevölkerung der Gemeinde beibehalten.

Hans-Jörg Sauter: siehe oben.

Weshalb sollen die Mitglieder der SP Ennetbaden und alle Ennetbadenerinnen und Ennetbadener Sie wählen?

Hans-Jörg Sauter: Der Schule Ennetbaden bietet sich mit dem anstehenden Schulhausneubau die Möglichkeit, eine attraktive und den heutigen Bedürfnissen entsprechende Lernumgebung zu gestalten. Aufgrund meines beruflichen Hintergrundes erfülle ich die Voraussetzungen, um an diesem Prozess mitzuwirken. Zum anderen hat die heutige Schule ein Männerdefizit. Dies spiegelt sich bei bei den wenigen Lehrern und zahlreichen Lehrerinnen, wie auch bei der Zusammensetzung der Schulpflege wieder. Es steht Ennetbaden als fortschrittliche Gemeinde gut an, einen Mann bei dieser Wahl zu berücksichtigen. Gleichberechtigung im Umkehrschluss dürfte auch den Mitgliedern der SP Ennetbaden ein Anliegen sein.

Franziska Cekic: Weil ich mich als Mitglied der Schulpflege mit Freude und Engagement zum Wohle der Schule einsetzen würde. Genauso wie der SP liegt die Schule Ennetbaden auch mir am Herzen.

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2 Gedanken zu “Schulpflege: die Kandidierenden und ihre Pläne”

  1. Willy Nabholz sagt:

    Dass Hansjörg Sauter für die Schulpflege kandidiert, finde ich super. Die Schule hat es verdient, einen so engagierten, breit interessierten und einfühlsamen Menschen in diesem Gremium zu haben. Schon vor Jahren hoffte ich, er wäre dabei. Nun also seinen Namen hinschreiben!

  2. Viviane Leupin sagt:

    Es ist eine grosse Freude zu wissen, dass sich zwei interessante und engagierte Personen für die Schulpflege beworben haben. Dass sich Franziska Cekic für diese Amt beworben hat ist umso mehr eine Freude! Für die zukünftigen Projekte der Aargauer Schulen im Allgemeinen sowie auch für die Projekte der Schule Ennetbaden im Speziellen, ist die Mischung ihrer Erfahrungen – sei es ihre Erfahrungen in diversen Bildungsinstitutionen oder eben auch auf der Ebene der Gemeindeverwaltung als Gemeindeschreiberin – sehr wertvoll und mit Bestimmtheit ein Gewinn!