Gemeinderat: die Kandidierenden im Interview

Am 29. November wählen wir in Ennetbaden einen Ersatz für den zurücktretenden Gemeinderat Michel Bischof. Tanja Kessler (FDP) und Thomas Kunz (CVP) bewerben sich um den Sitz – und geben hier Auskunft über ihre Person und ihre Pläne. Danke für die Antworten.

Weshalb kandidieren Sie für den Gemeinderat?

Thomas Kunz: Mich interessieren politische Themen, das Weltgeschehen, Wirtschaft und Umwelt. Ich schätze die Zusammenarbeit in Gremien und möchte meine Erfahrungen zum Wohle der Bevölkerung einbringen. Gemeinsam gute Lösungen zu entwickeln und umzusetzen entspricht meinem Naturell. Ich bin überzeugt, dass unser Wohlstand nicht zuletzt auf der Basis unseres Milizsystems basiert. Deshalb setze ich mich gerne dafür ein.

Tanja Kessler: Ich engagiere mich schon lange für die Gemeinschaft und das Gemeinwohl, sei es früher in der Jugendarbeit und heute u.a. in der Feuerwehr. Zudem bin ich schon immer politisch interessiert gewesen und möchte mich nun gerne aktiver in der Gemeinde einbringen.

Was bringen Sie für die Arbeit im Gemeinderat mit?

Tanja Kessler: Sozialkompetenz, Führungserfahrung, sehr belastungsfähig, lösungsorientiert = kompromissbereit, empathisch.

Thomas Kunz: Aufgrund meines langjährigen Engagements in verschiedenen Kommissionen (Natur- und Landschafts-, Feuerwehr- und Finanzkommission) bin ich mit den Projekten und Abläufen in der Gemeinde bestens vertraut. Als Offizier der Feuerwehr Baden habe ich die Zusammenführung der beiden Feuerwehren Ennetbaden und Baden aktiv begleitet.

Motivation und Freude, mich für ein grösseres Ganzes zu engagieren.

Ausgleichende und integrative Persönlichkeit.

Was ist Ihre Vision für Ennetbaden?

Thomas Kunz: Wir bleiben die progressivste und eine der attraktivsten Gemeinde im Kanton.

Tanja Kessler: Ich bin der Meinung, dass Ennetbaden eine Vorzeige-Gemeinde ist. Sei es in Bezug auf die Kinderbetreuung (da waren wir Vorreiter im Kanton), das freundliche Nebeneinander, die Verkehrspolitik und auch in Bezug auf die Energiestrategie. Meine Vision ist, dass wir Ennetbaden aus dem «Schlaf-Gemeinde» Image herausholen und in der Region als die lebenswerte Wohngemeinde präsentieren können. Weil, wer mal in Ennetbaden wohnt, möchte hier nicht mehr weg.

Wie sehen Sie die Rolle von Ennetbaden in der regionalen Zusammenarbeit?

Tanja Kessler: Als aktives Rädchen vom grossen Ganzen. Es benötigt alle zu gleichen Teilen damit die Zusammenarbeit langfristig gelingen kann.

Thomas Kunz: Kurz-/mittelfristig: Ennetbaden ist eine politisch eigenständige Gemeinde, eingebettet in der Region Baden. Enge Zusammenarbeit in den Bereichen Leben, Freizeit, Umwelt/Verkehr, Verwaltung und Bildung. In Zukunftsprojekten wie bspw. Regionale 2025, Entwicklung Bäderquartier, Spitex, Leben im Alter etc. nimmt Ennetbaden eine aktive Rolle ein.

Wie stehen Sie zu den Plänen, dass Ennetbaden auf rund 4000 Einwohnerinnen und Einwohner wachsen soll?

Thomas Kunz: «Qualität vor Wachstum» – darum hat die 4000er Grenze für mich nicht erste Priorität. Mit der neuen BNO sind die planerischen Voraussetzungen für die Entwicklung von Ennetbaden vorhanden. Die innere Verdichtung soll sorgfältig umgesetzt werden.

Tanja Kessler: Wie an der letzten Gemeindeversammlung erklärt wurde, sind diese Pläne eher utopisch. Ich bin der Meinung, die Einwohnerzahl wird sich eher bei 3’500 – 3’700 Einwohnerinnen und Einwohner einpendeln.

Wofür werden Sie sich im Gemeinderat einsetzen?

Tanja Kessler: Ich würde mich gerne auch für die Senioren und deren Bedürfnisse einsetzen. Zudem ist mir die Kultur wichtig und ich möchte das aktive Zusammenleben im Dorf fördern, bzw. weiter aufbauen (Stichwort «Schlaf-Gemeinde»).

Thomas Kunz: Für das Wohl der Bevölkerung: Haushälterischer Umgang mit den Finanzen, gesunde Entwicklung, Attraktivität als Wohngemeinde.

Unterstützen Sie die Förderung von Energieeffizienz und erneuerbaren Energien in der Gemeinde (neues Energieleitbild)?

Thomas Kunz: Selbstverständlich!

Tanja Kessler: Ja, weil wir unseren Energieverbrauch unbedingt senken müssen und mit den Fördermassnahmen werden attraktive Anreize gesetzt.

Wie sehen Sie die Entwicklung des Steuerfusses in Ennetbaden?

Tanja Kessler: Ich bin zuversichtlich, dass wir diesen trotz der anstehenden Verschuldung nicht erhöhen müssen.

Thomas Kunz: Weiterhin 97%, wie im Finanzplan eingestellt. Es mir ist wichtig, dass laufende Projekte wie Schulraumgestaltung und weitere Investitionen eng begleitet und im geplanten Rahmen realisiert werden.

Was muss die Gemeinde tun, um das Zentrum von Ennetbaden zu beleben?

Thomas Kunz: Attraktive Gestaltung der Räume, bestehende Angebote berücksichtigen (Restaurants), öffentliche Anlässe wie bspw. Sommergemeinde, 1. August-Feier, Sommerfeste, Adventsmarkt u.v.m. im Zentrum durchführen.

Tanja Kessler: Regelmässige Veranstaltungen auf dem Postplatz wie das Ennetbadener Fest und der Weihnachtsmarkt (vielleicht in Zusammenarbeit mit dem Ennetraum). Zum Beispiel ein Wochenmarkt, eventuell Konzerte, ein Food Truck Festival oder ein Sommernachtsfest, …

Weshalb sollen Ennetbadenerinnen und Ennetbadener Sie wählen?

Tanja Kessler: Weil ich seit über 30 Jahren in Ennetbaden zu Hause bin und mir das Dorf sehr am Herzen liegt. Weil ich mich gerne engagiere, mitmache und mit viel Elan anpacke.

Thomas Kunz: Weil ich gute Qualifikationen mitbringe, mir unsere tolle Gemeinde am Herzen liegt und ich mich gerne für deren Entwicklung einsetze.

Weshalb sollen die Mitglieder der SP Ennetbaden Sie wählen?

Thomas Kunz: Siehe oben – Zudem haben verschiedene SP-Mitglieder (hoffentlich positive) Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit mir gemacht. Ich hoffe, dass diese mich zur Wahl empfehlen.

Tanja Kessler: Weil ich vielfältig bin und offen bin, sowie politisch ein breites Spektrum abdecke und nicht nur in eine Richtung denke. Mir ist unsere Umwelt und die Sozialverträglichkeit wichtig, unter anderem da ich mich täglich mit diesem Thema beschäftige in einem Lebensmittel Import Unternehmen, welches besonders stark ist in Bio und Fair Trade zertifizierten Produkten. Nachhaltigkeit ist für mich nicht nur ein Wort, sondern eine Lebenseinstellung. Wir alle können mit kleinen Schritten zur Verbesserung der Umwelt beitragen.

Und was möchten Sie sonst noch sagen?

Tanja Kessler: Ich bin eine Frau mit Ecken und Kanten. Ich bin direkt und ehrlich (eigentlich eher untypisch für die Politik). Ich diskutiere gern und bin kompromissbereit. Halbe Sachen gibt es bei mir nicht und aufgeben schon gar nicht. Ich finde immer einen Weg ans Ziel, egal wie viele Steine im Weg liegen, zudem machen Umwege und Steine die Reise interessant. Mit mir wählen Sie eine Person mit viel Herzblut, Passion und Liebe zur Gemeinde Ennetbaden.

Thomas Kunz: Ich freue mich über Ihre Stimme. Herzlichen Dank!

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